ZIBET: EINE EMBLEMATISCHE ANIMALISCHE NOTE
- 6. Apr.
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Zibet wird seit der Antike in der Parfümerie verwendet, insbesondere im alten Ägypten und später in der arabischen Welt, wo es wegen seiner fixierenden Wirkung und seines sinnlichen Charakters geschätzt wurde. Es stammt aus einem tierischen Sekret der Zibetkatze, was es zu einem seltenen und kostbaren Rohstoff machte. Durch den Handel gelangte es in der Renaissance nach Europa und wurde besonders in Frankreich in den reichen und opulenten Parfums der königlichen Höfe sehr beliebt. Über mehrere Jahrhunderte hinweg blieb es ein emblematischer Bestandteil tiefer und sinnlicher Kompositionen.
Im 20. Jahrhundert war es noch in einigen großen Parfums enthalten, doch seine Verwendung ging aufgrund ethischer Bedenken hinsichtlich der Gewinnung allmählich zurück. Heute wird es fast vollständig durch synthetische Alternativen ersetzt, die seine Wirkung ohne tierische Rohstoffe nachbilden.
In modernen Parfums wird die „Zibetnote“ daher fast immer im Labor rekonstruiert und stammt nicht mehr aus der ursprünglichen tierischen Substanz.
In der Parfümerie ist Zibet eine sehr besondere animalische Note:
• Im reinen Zustand: ein sehr starker, fäkaler, urinartiger, fast abstoßender Geruch.
• Verdünnt: wird er warm, moschusartig, sinnlich, mit blumigen, honigartigen und ledrigen Nuancen.
Zusammengefasst: ein roher, animalischer Duft, der im Parfum zu einem tiefen und sinnlichen Moschus transformiert wird und Wärme sowie Sinnlichkeit verleiht. Zibet wirkt zudem als starkes Fixativ und hilft, den Duft länger auf der Haut zu halten. Es verleiht Kompositionen Tiefe und Struktur, besonders in orientalischen oder üppigen blumigen Parfums.
Es wird häufig verwendet, um einen Duft zu erwärmen: selbst in sehr kleinen Mengen erzeugt es einen Eindruck von lebendiger, fast intimer Haut und verstärkt so die sinnliche Wirkung des Parfums. Es ist eine Note, die nicht immer direkt wahrgenommen wird, aber die gesamte Komposition verändert.





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